Friday, 25. june 2010 5 25 /06 /Juni /2010 17:37

Zeit auf Wiedersehen zu sagen war es nicht schon gestern, sondern schon die ganze Woche. Leute mit denen wir hier im Hostel drei Wochen lang ''gewohnt'' haben, gehen nach Hause, ziehen weiter oder fliegen in das nächste Land. Das richtig große und erste richtig traurige „auf Wiedersehen" mussten wir jedoch gestern sagen. Jack und Lucy, mit denen wir jetzt fast ganze 9 Monate gereist sind, die einige Höhen und Tiefen mit uns durchgemacht haben und uns immer die Stange gehalten haben, mussten wir jetzt leider in andere Hände geben! Ein kleiner Trost blieb uns jedoch! Die neuen Besitzer sind auch drei Deutsche, die sehr nett sind und Jack und Lucy in allen Ehren weiter lenken werden. Vielleicht finden wir Jack und Lucy in ein paar Jahren wieder und man wird sehen was dann geschieht.....

 

Naja und was sollen wir zu dem heutigen Donnerstag noch sagen? Es ist der letzte Donnerstag für uns in Australien! Schon den nächsten Donnerstag werden wir auf deutschem Boden verbringen und eine Reise voller Erfahrungen, Träume und Freiheit hinter uns lassen. Die Zeit hier war für uns alle drei sicher eine unvergessliche Erfahrung, die KEINER von uns je missen möchte! Australien - für die, die noch nie hier waren, wir hoffen wir haben euch mit unserem Blog etwas Freude bereitet und unsere Bilder haben euch entweder zum Bereisen dieses wunderschönen Landes/Kontinents angeregt oder euch einfach einen richtig tollen Einblick gegeben. Für uns beginnt nun die Zeit des Abschiedes! Wir werden je nach Wetter noch einen letzten kleinen Trip in die schöne Natur Australiens auf „Rottnest Island" machen, einer der schönsten Inseln an der Westküste und somit hoffentlich das Land und die 9 Monate in schöner Erinnerung behalten.

Wir hoffen neu kennengelernte Freunde wieder zu sehen und Hopfenbauern aus Tasmanien und Familienfreunde aus Melbourne und Sydney vielleicht schon bald bei uns willkommen zu heißen.

 

Hier dachten wir, wird es nun mal Zeit danke zu sagen! Danke an all die, die immer fleißig unseren Blog verfolgt haben und uns in den neun Monaten auf unserer Reise etwas begleitet haben!
Danke!

Wir freuen uns euch schon bald wieder zu sehen und euch in die Arme nehmen zu können!


Bis nächste Woche :-)

 

Liebe Gruesse aus Perth Beni und Theresa

 

Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Best of Jack und Lucy"

von Beni, Matze & Theresa
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Monday, 7. june 2010 1 07 /06 /Juni /2010 11:13

 

Das werden wohl einer der letzten Worte aus dem Paradies sein.

Mittlerweile sind wir schon wieder zwei Wochen hier in Perth. Bis auf den Autoverkauf geht es uns ganz gut.

Nach wilden Delphinen und einer atemberaubenden Landschaft um die Shark Bay und Monkey Mia, dachten wir eigentlich dies war wohl zum Schluss nochmal ein richtiges Highlight. Der Weg nach Exmouth war lang aber interessant. Unterwegs sahen wir zum ersten mal wilde Pferde, riesige Adler, bei denen gerade tote Kängurus und Emus auf der Speisekarte standen. Auf dem Weg nach Exmouth liegt Coral Bay, ein kleiner Ort, der aus zwei Campingplätzen, einem kleinen Supermarkt und einer Tankstelle, sowie 2-3 Erlebnisagenturen besteht. Bisher dachten wir, hier in Coral Bay oder in Exmouth mit Whale Sharks zu schwimmen. Als wir jedoch die Preise sahen für einen Tagestrip, mussten wir jedoch leider hinnehmen, dass dies nicht in unserem Budget liegt.Die 400 Dollar pro Person für knappe 6 Stunden auf dem Schiff waren uns etwas zu teuer und wir entschieden uns für etwas anderes aber nicht weniger abenteuerlustiges. Die Landschaft um Coral Bay, die man vom Ort und von der Straße leider nicht sieht, bleibt einem völlig verschlossen, wenn man nicht wie wir:) ein allradbetriebenes Gefährt unter dem Po hat. Kurzer Hand buchten wir aus Enttäuschung eine Quad- Tour. Schon länger wollte Beni so eine Tour machen. Mittags ging es los. Glücklicher Weise waren wir die einzigsten in der Mittagstour, was zur Folge hatte, dass wir das machen konnten, was wir wollten. Nach kurzer Einweisung hatte jeder von uns sein eigenes Quad und los gings. Kurzer Hand bogen wir von der Hauptstraße ab und es ging ab in die Dünen. Hinter der ersten Düne bot sich schon das erste Szenario, das man überhaupt nicht ahnen konnte. Türkisfarbenes Wasser und schneeweißer Sand. Wir bahnten uns den weg durch den tiefen Sand und machten ein paar Stops um die Aussicht zu genießen. Der ein oder andere Schnappschuss wurde auch gemacht. Einer der Stopps war an einer Kliffformation, an der man wilde Schildkröten beim essen zu schauen konnte. Danach ging es weiter und wir fuhren Dünen rauf und runter. Das machte richtig Spaß und auf einem langen einsamen Strand konnten wir mal so richtig Gas geben und unsere Gefährte auf 70 km/h beschleunigen. Die frische Seeluft brauste einem um die Ohren, Benis Quad wurde jedoch etwas warm:) und wir mussten den Motor etwas abkühlen lassen bevor es weiter ging. Nach 2 Stunden war doch auch dieses Abenteuer zu ende und wir gingen zurück zu Jack und Lucy. Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand mit lesen uns sonnen. Beni hat übrigens sein dicken Schinken „The lost Symbol“ fertig gelesen, sein sechstes Buch auf dieser Reise:). Hierbei ''Danke an Matze für das Weihnachtsgeschenk“. Während unserem Abendessen am Strand hoppelte ein wildes Känguru über den Sandstrand und wir bekamen ein richtiges Postkartenfoto:). Die Nächte verbrachten wir in dieser Gegen auf Rastplätzen. Diese waren jedoch nicht sehr ruhig, da wilde Kühe nachts um unser Auto herumliefen und komische Laute von sich gaben, wie z.B. mmmmuuuuuuuuuuuuuuuuhhhh.


In Exmouth angekommen deckten wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein und los ging es in den National Park. Kleine Campingplätze direkt am Meer sind hier die einzige Möglichkeit zu übernachten, jedoch traumhaft schön. Gleich hinter einer Düne liegt ein Privatstrand mit klarem Wasser und Schnorchelspots, die dem Great Barrier Reef Konkurrenz machen. Gleich bei unserem ersten Schnorchelgang war die frohe Farbenwelt wie damals am Great Barrier Reef sofort wieder in unseren Gedanken. Neben Schildkröten, bunten Fischen und Korallen, haben wir dieses Mal ein Stachelrochen gesehen und natürlich abgelichtet:) Beim nächsten Schnorchelspot ging Theresa allein ins Wasser, kam jedoch nach nicht einmal 5 Minuten wieder raus:), da ein Hai genau neben ihrer Taucherbrille vorbei schwamm. So schnell war sie noch nie aus dem Wasser! Der Nationalpark der sich auf ca. 35 km erstreckt bietet 20 verschiedene Spots, die man unbedingt gesehen haben sollte. Nach vier Tagen im Nationalpark und ohne eine ''echte'' Dusche freuten wir uns wieder auf die Zivilisation. An der Tankstelle in Exmouth checkten wir die emails und erhielten wir die freudige Nachricht über Benis Zusage von der TU Delft. Weiterhin bekamen wir 3 Nachrichten über Interessenten an unserem Auto. Als entschlossen wir uns die Reise nach Perth wieder auf uns zunehmen und die ca. 1300km in zwei Tagen zu meistern. Nach zwei Tagen fahrt, viel Spritgeld und immer kälter werdenden Nächten mussten wir jedoch hinnehmen, dass die Interessenten schon ein Auto gekauft hatten. In Perth angekommen ließen wir uns nicht unterkriegen und verteilten erneut Flyer. Um das Auto auf Hochglanz zu bekommen, ging es am nächsten Morgen in die Waschstraße. Da dies Theresas erste Selbstwaschanlage war, zeigte Beni ihr was zu tun war und heizte ihr mächtig ein. Leider jedoch zu viel und Theresa erschlug den Außenspiegel mit der Schaumbürste Kein Problem dachten wir, der Schrottplatz oder die Fordhändler werden schon ein gebrauchten Spiegel fufürenig Geld haben. Aus wenig Geld wurde an einem Samstag Mittag jedoch 270 Dollar, für ein bisschen Glas. Wir ließen uns nicht unterkriegen und suchten weiter. Am Montag fanden wir dann einen gebrauchten für ''nur'' 50 Dollar und das Auto war wieder wie neu. Auf dem zum Vorstellungsgespräch hatten dann Jack und Lucy wohl noch Bauchschmerzen und wollten auf einer Kreuzung einfach nicht mehr weiter. Zum Glück waren die netten Australier sofort wieder zur stelle und schoben uns auf den nächsten Supermarktparkplatz. Die gelben Seiten waren uns eine Hilfe und zeigten , dass die nächste Werkstatt nur um die Ecke ist. Wir entschlossen uns den Abschleppdienst nicht zu bestellen und lieber das Geld zu sparen und zu schieben. Naja, einfacher gesagt als getan. Aus der Werkstatt „um die Ecke“ wurden 700m quer durch Perth. Leute lachten, einer half und nach gefühlten 2 Stunden kamen wir nach 15 min völlig erschöpft in der Werkstatt an. Nach 2 Stunden war das Problem auch gelöst und 60 Dollar waren wir los.


Das Vorstellungsgespräch dagegen lief erfolgreich, war ja auch nicht anders zu erwarten:). Also bekamen wir am nächsten Tag ein kleines Training und uns wurde unser neuer Job als Milchmann vorgestellt. Für alle die nicht wissen was Aussie Farmers Milchmänner machen, wir beliefern kostenlos Privathäuser mit frischer Milch, Brot und Eier. Nebenher verkaufen wir auch Butter, Käse, Schinken, Speck, Früchte ,Gemüse und vieles vieles mehr. Unsere Aufgabe ist es, das Produkt an den Man zu bringen und die Idee zu verkaufen. Am Nächsten Tag ging es los und wir waren auf uns allein gestellt. Beni knackte beinahe den Rekord von Western Australia im Verkaufen am ersten Arbeitstag, wäre da nicht ein Zahlendreher bei den Kreditkartenzahlen gewesen. Trotzdem hatten wir einen guten Einstieg und wurden von unseren beiden Chefs gelobt.


Mittlerweile wohnen wir in einem Hostel und hoffen Tag für Tag Jack und Lucy zu verkaufen. Neben ebay und anderen Internetseiten hoffen wir so schnell wie möglich einen Kauern zu finden.


Neue Bilder gibt es im Fotoalbumg: ''Last Trip“


Liebe Grüße aus Perth eure Milchmänner Theresa und Beni

von Beni, Matze & Theresa
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Saturday, 22. may 2010 6 22 /05 /Mai /2010 05:52

 Sicher gelandet in Adelaide, ging es mit dem Shuttlebus zu Jack und Lucy und danach gleich los. Wir wollten uns so schnell wie möglich aufmachen und den Nullabor überqueren. Mit Vorfreude auf Esperance welches einer der weißesten Sandstrände der Welt besitzt hielt uns nichts mehr an South Australia. Die Strecke von Adelaide bis Esperance beträgt übrigens ca. 2170km. Der Nullabor selbst war sehr interessant. Über lange Strecken war einfach nur Leere und eine unvorstellbare Weite zu sehen und ab und zu zeigten sich uns wunderschöne und total andere Küstenlandschaften. Rastplätze die extra zum Schlafen zur Verfügung stehen waren also immer unsere Tagesziele. Neben dem ein oder anderen Roadhouse gab es jedoch keine Häuser auf dem Weg. Nullabor bedeutet kein Baum was aus unserer Sicht jedoch nicht ganz stimmt da es in der Nullaborwueste mehrere Wälder, Büsche und auch Eukalyptusbäume gibt. Kurz vor Norseman befuhren wir die längste Kerzengerade Straße Australiens mit 146,6 km. Nachdem diese langweilige Strecke ohne Kurven gemeistert war kam jedoch nach ein paar Kurven unsere Dritte Polizeikontrolle in Australien. Diesmal war jedoch nicht Theresa, wie in Airlie Beach, sondern Beni am Steuer. Natürlich wurden wir angehalten und mussten das Auto öffnen und zur Untersuchung freigeben. Doch nicht nur das, Beni wurde auch noch einem Alkoholtest unterzogen, den er leider nicht bestand da wir am Abend zuvor in einem Roadhouse ein paar Bier getrunken hatten. Nein natürlich nicht......Beni war seit über eine Woche trocken und durfte nachdem Test sofort weiterfahren. Das Wetter war über drei Tage traumhaft und wir genossen die Hitze im Auto.


Kurz vor Esperance zeigten sich jedoch schon die ersten Wolken, die sich am Abend zu einem heftigen Sturm zusammenbrauten. Als wir morgens aufwachten lagen Äste auf der Straße und die Straßen sahen etwas verwüstet aus. Kurzer Hand entschlossen wir uns den schönen Ferienort zu verlassen ohne ein Bild vom Strand zu verlassen und in Richtung Norden zu fliehen. Auf dem Weg nach Perth mussten wir drei überflutete Straßen meistern. Das Wetter jedoch wurde mit jeden weiteren hundert Kilometer besser. Eine kleine Pause gönnten wir uns bei The Wave Rock.. Ein 15m hoher und 110m langer Fels, der wie eine perfekte Welle durch die Natur in mitten des Outbacks steht, aussieht.


In Perth angekommen druckten wir Flyer, zum Verkauf von Jack und Lucy, und verteilten sie in allen Hostels von Perth. Nach einem Tag in Perth entschlossen wir uns weiter nach Norden zu fahren und die Westküste zu erkunden, während sich andere Backpacker Gedanken machen können ob sie die neuen Besitzer von Jack und Lucy sein wollen. Neben kleinen Dörfern die nicht mehr als 2000 Einwohner betragen, findet man alle 200 km eine Tankstelle. Ansonsten ist die Gegend jedoch durch roten Sand, wunderschöne weißen Sandstrände und andere Naturspektakel gezeichnet. In Cervantes, einem lebendigen Krabbenfischerkaff, wie es in unserem Tourguide beschrieben wird, machten wir halt. Dort sahen wir wilde Delfine, die bis zu 2m an den Stand schwammen. Am nächsten Tag liefen und fuhren wir durch die Pinnacles Wüste die durch Kalksteinsäulen geprägt ist die sich in einer mondähnlichen goldfarbener Wüstenlandschaft befinden. Am Mittag ging es weiter nach Geraldton wo wir weitere Flyer verteilten und übernachteten. Am nächsten Tag stand wieder eine etwas länger Fahrt an, da die Entfernungen hier an der Westküste noch etwas größer sind als schon an der Ost- und Südküste. Es zog uns nach Monkey Mia, was ganz und gar nichts mit Affen sondern mit Delfinen zu tun hat. Neben glassklarem Wasser und weißen Sandstränden in Monkey Mia die Tierwelt die Hauptattraktion. Haie und Stachelrochen die sich vom Eagle Bluff, einer Felsklippe, sichten lassen, sind jedoch hier nicht erstrangig. Wilde Delfine die jeden morgen gegen 7Uhr aus dem Nichts auftauchen und sich etwas füttern lassen ist wohl der Hauptträger der Touristenbrange hier. Für uns war Monkey Mia nicht nur wegen den Delfinen ein Erlebnis sondern auch wegen dem guten deutschen Weizen...mmmmh. Der Shell Beach, der wie der Name schon sagt aus Muscheln besteht und schon aus der Ferne strahlend weiß schimmert ist auch nicht gerade schlecht. Nach einer bezahlten Nacht im Monkey Mia Resort, die sich nicht vermeiden ließ, legten wir uns nach der Delfinfütterung an den Strand und verweilten dort für einige Stunden. Mittlerweile sind wir auf dem Weg nach Coral Bay und Exmouth. Übrigens sind wir schon wieder über 900km nördlich von Perth. In Coral Bay oder Exmouth planen wir mit einem Walhai zu schwimmen, der übrigens ungefährlich ist da er sich ausnahmslos von Plankton ernährt.


Genug von unserer Geschichtenstunde. Falls sie die Geschichte gelockt hat schauen sie im Fotoalbum: „Western Australia“ ein paar Bilder an.


Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fahren sie noch heute!


Beni und Theresa

von Beni, Matze & Theresa
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Saturday, 8. may 2010 6 08 /05 /Mai /2010 06:21

 Am Freitag, 30.April.2010, ging es dann von Adelaide los. Gemeinsam mit sechs anderen Mädchen und einem Holländer fuhren wir dann mit unseren beiden Tourguides in Richtung Outback. Nachdem wir Adelaide verlassen hatten und den Weg nach Port Augusta bahnten, änderte sich die Landschaft schnell und wirkungsvoll. Nach knapp 2 Stunden trafen wir auf die ersten Roadtrains und roten Sand. Unser erster Stopp der Tour war ein Parkplatz, von dem wir eine einstündige Wanderung machten, bei der wir alte Höhlen und Höhlenmalereien von Aborigines finden konnten. Der zweite Stop hieß Angorichna, einem kleinen Ort mit fünf Einwohnern, der in mitten des nördlichen Teils der Flinders Ranges liegt. Unser altes Hostel war einst ein Krankenhaus in Kriegszeiten, in dem es spuken soll. Schon der Weg dahin machte uns klar, dass es die richtige Entscheidung gewesen war eine Tour zu buchen, da Jack und Lucy diese Dirtroad nicht gemeistert hätten.


Nach der ersten Nacht wanderten wir bei Sonnenaufgang 8 Kilometer an einem ausgetrockneten Flussbett, das vor vier Wochen noch eine reißender Fluss war, entlang. Neben wilden Kängurus zeigte auch die große Leere, dass wir uns bereits hier in der Wildnis/ Outback befanden. Unsere Tourguides, Leith und Derek(Ureinwohner), sammelten uns nach und nach ein und wir bahnten uns den Weg über den Oodnadatta Track immer weiter ins Landesinnere. Eine Pause zum Lunch machten wir in Marree, dass sich in mitten der Wüste befindet. Neben einer alten Moscheee, der alten Ghan, ein Zug der früher durch die Wüste fuhr und teilweise auch immer noch verkehrt, gab es auch einen Yachtclub....warum auch immer. Nach frischen selbst zubereiteten Wraps ging es nach William Creek. William Creek ist die kleinste Stadt South Australias und gleichzeitig die groeßte Cattle Station der Welt, sie ist nämlich so groß wie Belgien. Hier schlugen wir unser Lager auf, entfachten das Lagerfeuer und wurden in die Geheimnisse der Swags eingeweiht. Für alle, die es nicht kennen, ein Swag ist eine Art Einmannzelt ohne Gestänge das Wetter und Wasserdicht ist, eine Matratze enthält und einfach ausgerollt wird.


Am nächsten Morgen ging es nach ein paar Verzögerungen weiter nach Cooper Pedy, die Opal-Hauptstadt der Welt. Hier trafen wir bei Pizza zum Mittagessen auf den zwölf weitere die mit uns die Tour ab hier fortsetzten. Zwölf Mädchen wie sich herausstellte. Am Mittag bekamen wir eine Führung und ein Film über Opalmienen und das Leben in Cooper Pedy. Cooper Pedys Leben spielt sich hauptsächlich unter der Erde ab. Türen die in Felswände und Schornsteine die einfach aus dem Boden herausragen sind hier nichts ungewöhnliches. Da es im Sommer bis zu 50 Grad und nachts Temperaturen bis hin zum Gefrierpunkt gibt, bieten die Höhlen optimalen Schutz, da es dort konstante 23-25 Grad hat. Den Sonnenuntergang konnte man 20 min außerhalb der Stadt bei gigantischen Felsformationen verbringen. Unsere Nacht verbrachten wir natürlich in einer dieser Mienen, die in eine Art Hostel umgebaut wurde.


Der Nächste Tag an dem wir um 7 Uhr morgens losfuhren verbrachten wir großen Teils im Bus ein weiter Weg zum großen Ziel, Uluru (Ayers Rock), stand vor uns. Abends angekommen konnten wir den Sonnenuntergang von einem Lookout genießen. Die zweite Nacht im Swag am Lagerfeuer stand an. Den Wecker auf 5 Uhr gestellt ging es nach ein paar netten Geschichten am Lagerfeuer dann in unsere gemütlichen Swags.


Etwas müde frierend aber gespannt fuhren wir mit unserem Bus 30 min zum Ayers Rock um den Sonnenaufgang aus der Ferne genießen zu können. Hier zeigte sich auch die Schönheit der Kata Tjuta, der sogenannten Olgas, eine weiteren leider etwas unbekannteren Felsformation. Neben Kaffe und Toast konnten wir den Sonnenaufgang genießen. Nach zahlreichen Panoramabildern stand die nächste Wanderung an, die uns durch das Valley of the Wind führte.Wilde Kamele, farbenfrohe Vögel, Kängurus und weiter Tiere sowie traumhafte Aussichten wurden uns geboten. Den Nachmittag konnten wir zum relaxen nutzen. Abends machten wir uns auf den Ayers Rock aus nächster Nähe beim Sonnenuntergang zu beobachten. Neben einem Aborigine, der seine Malereien dort verkaufte, von denen wir jedoch keine erlangen konnten, und eine der giftigsten Schlangen der Welt war der Sonnenuntergang das Highlight des Tages.


Der Wecker am nächsten Morgen klingelte wieder um 5Uhr, da wir heute eine Wanderung um den Uluru bei Sonnenaufgang machten.10km Wanderung standen also wieder an. Danach ging es in das Cultural Center wo wir zufällig eine Vorführung von einem australischen Medizinmann bekamen. Weiterhin konnte man hier alles über die Kultur die Bilder und Sprachen erfahren. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Kings Creek, eine weiteren Cattle Station bei Kings Canyon. Das Abendessen verbrachten wir am Lagerfeuer mit einem Cowboy. Diese Nacht war unsere Letzte im Swag, leider, da dieses echt gemütlich und eine Abenteuer war.


Morgens machten wir uns zum Kings Canyon, Watarrka, auf, wo wir wieder den Sonnenaufgang in mitten von Sandsteinformationen bewundern konnten. Der Weg führte uns zum Garten von Eden wo Beni in einem Billabong (Wasserloch) baden ging. Nach weiteren 6km Wanderung fuhren wir dann schließlich nach Alice Springs wo wir den letzten Abend gemeinsam verbrachten. Die überaus unvergessliche Tour durchs Outback, bei der man den ein oder anderen Freund gefunden hat ließen wir in einer Bar ausklingen.


Übrigens haben wir unseren sechsten australischen Staat bereist.


Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Outback“


Morgen fliegen wir zurück nach Adelaide wo Jack und Lucy schon sehnsüchtig auf uns warten, damit wir schon bald in Richtung Weste, Perth fahren können.


Liebe Grüße aus Alice Springs Theresa und Beni

von Beni, Matze & Theresa
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Wednesday, 28. april 2010 3 28 /04 /Apr. /2010 10:55

Wir haben unseren Rückflug gebucht und werden am 30.Juni.2010 von Sydney nach Deutschland fliegen! Werden dann am 1.07.2010 um 6 Uhr morgens in Frankfurt landen. Wir freuen uns jetzt schon auf euch und euer zahlreiches Erscheinen:) Die frühe Uhrzeit ist keine Entschuldigung für Nichterscheinen!

 

Die nächsten Tage werden wir im Outback Australiens verbringen und daher nicht so gut zu erreichen sein. Am Freitag geht die Tour los, die 7 Tage dauert. Ab dem 10.Mai sind wir dann wieder in Adelaide und ihr könnt euch auf einen Eintrag und neue Bilder gefasst machen!

 

Liebe Grüße aus Adelaide wünschen Beni und Theresa

von Beni, Matze & Theresa
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Saturday, 24. april 2010 6 24 /04 /Apr. /2010 09:51

Für alle Interessierten Beni hat seinen Toefl-Test erfolgreich bestanden!!!!

von Beni, Matze & Theresa
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Thursday, 22. april 2010 4 22 /04 /Apr. /2010 09:23

Nach der neunstündigen Überfahrt der Spirit of Tasmania streikten Jack und Lucy als wir sie aus dem Bauch des Schiffes aufs Festland fahren wollten. Leider wurden wir zu Beginn in den Bauch der Fähre geschickt und wir wussten dass das nicht gut enden kann. Wie erwartet brachte die kurze Aufwärmphase des Autos nichts und wir schafften es nicht einmal zur Hälfte der Rampe. Nach mehreren Versuchen zog ein Gabelstapler uns die Rampe hinauf. Dabei losesten sich die Schrauben unserer Bullbar und dies wurde verschoben. Nach rüpelhaftem Verhalten des Gabelstaplerfahrers nach Hinweisung auf den entstanden Schaden sind wir in das Büro gegangen um haben uns beschwert. Der Fall wurde aufgenommen und wir haben uns auf zu Andrew, Deborah und Layla gemacht.

 

Nach dem Wochenende in Keilor/Melbourne wollten wir die Umgebung Melbournes erkunden, doch wieder einmal machten uns Jack und Lucy einen Strich durch die Rechnung. Am nächsten Tag schaute ein Freund des Nachbar vorbei und stellte den Zündzeitpunkt neu ein und alles war wieder geritzt. Das Auto läuft besser als je zuvor, erklimmt Anstiege ohne Probleme, der Benzinverbrauch besserte sich und er ist allgemein leiser.


Also konnte los gehen. Von Melbourne ging es überGeelong nach Torquay. Torquay wird auch als Surfcity bezeichnet. Dies nicht ohne Grund, denn hier gründeten sich nennenswerte Unternehmen wie Ripcurl und Quiksilver. Neben Outlets und einer Einkaufsstraße, welche das Paradies eines jeden Surfers ist, befindet sich auch der Bells Beach in Torquay. An diesem Strand findet jedes Jahr ein Surfwettbewerb der Weltklasse statt. Beni ließ es sich nicht nehmen und stieg trotz immer kälter werdenden Temperaturen ins Wasser. Wir raten jedoch jedem, der einmal nach Torquay kommen sollte nicht am Strand im Auto zu übernachten, denn das kann böse enden. So wie bei uns. Morgens wurden wir durch ein Klopfen an unserer „Haustür'' geweckt. Der Ranger erklärte uns die Sachlage und drückte uns einen Strafzettel über 125$ in Hand. Hierbei möchten wir hinweisen das wir Spenden gegenüber nicht abgeneigt sind und diese gerne entgegen nehmen. Kontodaten geben wir auf Anfrage gerne Weiter.

 

Den Rückweg nach Melbourne machten wir über Point Lonsdale und Queenscliff. Samstags mittags waren wir pünktlich in Melbourne angekommen, um das am Abend anstehende Australian Ruled Football Spiel nicht zu verpassen. Andrew, Deborah, Layla und wir fanden uns also pünktlich im MCG, das Stadion in Melbourne das 100 000 Leute fasst, ein. Durch Drenglereigenschaften, wie man sie nur beim Skifahren erlernt, bahnten wir uns den Weg bis hin in die zehnte Reihe am Spielfeldrand. Dieser Abend war ein Sportabend der ganz besonderen Art, den wir mit 68 000 Anderen teilten.

 

Am nächsten Morgen starteten wir die Tour über Great Ocean Road. Wieder über Torquay ging es weiter nach Anglesea und Ayres Inlet, was der eigentliche Beginn der Great Ocean Road ist. Spartestens in Lorne wurde uns klar warum die Great Ocean Road ihren Namen trägt. Hier erkundeten wir die 30m hohen Erskine-Wasserfälle und den Teddys-Lookout der ein hervorragenden Blick auf die gewundene Great Ocean Road bietet. Entlang an scheinbar immer schöner werdenden Buchten und Steilklippen ging es weiter zur Apollo Bay. Nach einer Stärkung mit Fish and Chips fuhren wir weiter durch den Otway National Park. Vorbei an wilden Koalas und dem Cape Otway, dem südlichsten Punkt Australiens und dem ältesten Leuchtturm Australiens gelangten wir zu den zwölf Aposteln, einer der Highlights dieser Tour. Da wir immer noch etwas ängstlich waren stellten wir uns den Wecker auf halb sieben um nicht wieder von einem Ranger geweckt zu werden. Dies hatte den Vorteil, dass wir die zwölf Apostel, spektakuläre, steil aufragende Felsnadeln, bei Sonnenaufgang bestaunen konnten. Über The Arch, eine Bucht in der ein Segelboot sein Ende fand, die London Bridge, eine wasserumtoste Felsbrücke mit dem Festland bis 1990 verbunden war und The Grotto, verschiedene Felseinschnitte und Grotten, durch die das Meer rauscht erreichten wir Port Campbell. Nach drei Tagen Stop and Go, um wirklich alles mitzubekommen und ein paar Erfrischungen im Meer erreichten wir Schlussendlich Warrnambool, das Ende der Great Ocean Road.

 

Von Warrnambol über Port Fairy ging es nach Portland und Cape Bridgewater, einem der weissesten Sandstrände Australiens an dem sich auch Seehundkolonien sonnen.

 

 Heute haben wir übrigens South Australia erreicht und somit unseren fünften australischen Staat betreten. Unsere erste Stadt in SA heißt Mount Gambier, eine Stadt am Hang eines erloschenen Vulkans, in der es den Blue Lake gibt, der auf unerklärlich Weise in einem wunderschönen Blau schillert.

 

Neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Great Ocean Road“

Liebe Grüße aus dem herbstlichen Mount Gambier wünschen Theresa und Beni

von Beni, Matze & Theresa
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Saturday, 3. april 2010 6 03 /04 /Apr. /2010 02:28

 In Bushy Park angekommen gab es für uns erst einmal eine richtig gute Nachricht. Wir tauschten das einfache Leben auf dem Campingplatz gegen Luxus in der eigenen Wohnung bei den mittlerweile sehr gut befreundeten Chef und seiner Frau. Obwohl wir unseren Stellplatz lieb gewonnen hatten, war uns ein Dach über dem Kopf um einiges lieber. Unsere eigenen Vier-Wände schützten uns vor Wind und Wetter während der Erntezeit. Unsere Gasteltern stellten uns 3 großzügige Zimmer und zwei Bäder zur Verfügung. Wir haben alt bewerte Haushaltshilfen wieder kennen gelernt und zu schätzen gewusst. Nach knapp einem halben Jahr ohne solcher Luxusgüter wird nicht nur der Abschied von vielen neuen Freunden schwer fallen. Da sich der Ernte-Start um ein paar Tage nach hinten verschoben hatte konnten wir uns erst mal richtig einleben. Beni und Matze konnten die Zeit für die Bewerbungen bei ihren Uni’s nutzen und hatten viel Spaß beim Schreiben ihrer Motivationsschreiben für ihre Studiengänge.

Als angehende Traktorfahrer ohne Berufserfahrung mussten wir wieder die Schulbank drücken und die theoretischen Tücken der landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge lernen. Unsere Lehrer hatten es nicht einfach mit uns oder besser gesagt mit ein paar Arbeitskollegen von uns. Da waren Fragen wie Raucherpausen, das fahren mit offener Tür, Alkohol und Drogen am Steuer und andere unnötige Fragen wichtiger als die Fahrpraxis. Als alle dummen Fragen geklärt waren, wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt und die Straßen wurden unsicher gemacht. Der erste Tag auf dem Traktor ging sehr schnell rum, trotz der Probleme mit dem Aufbau eines Bulldogs .mit der Benutzung der drei Bremsen oder mit dem Beschleunigungshebel am Lenkrad. Die größere Herausforderung erwartete uns allerdings am zweiten Tag als die Traktoren mit Anhänger bestückt wurden und Verkehrshütchen als Hindernisse aufgestellt wurden. Die Fahrtrainer übten sehr viel Druck aus als sie das Berühren der Pylonen mit einer Bierstrafe belegten. Am Ende musste niemand ein Bier zahlen, da unsere Vorbilder ebenfalls beim Vormachen die Hindernisse mitgenommen haben. Nach bestandener „Prüfung“ hatten wir noch zwei Tage bis zum offiziellen Start der Ernte. Unsere Nervosität bekämpften wir mit ein paar Bier im Pub.

Unser erster Arbeitstag ging um 8.00 Uhr los. Nachdem jeder seine Sicherheitsweste, Brille, Helm und Handschuhe bekommen hatte, gab es eine Begrüßungsrede und das obligatorische Reden über Regeln für die gemeinsame Arbeit. Nach einem Kleinkrieg um die besten Traktoren konnte die Ernte endlich starten. Nach kurzer oder auch teilweise fehlender Einweisung des Arbeitsablaufes lernten wir von anderen Arbeitern und umgekehrt. Nach zwei bis drei Tagen waren wir alle gut aufeinander abgestimmt und eingearbeitet, sodass wir in kleineren Pausen als z.B. die Maschinen streikten uns besser kennen lernen konnten. Das einzigste Problem war nur noch der Wecker, welcher uns aus unseren „Hopfenträumen“ um 5.30 Uhr riss.

Wir haben gute Freunde, interessante und auch weniger interessante Menschen gefunden. Am ersten Samstag wurden wir schon von dem tasmanischen und australischen Karate-Meister zu seiner Hauseinweihungsparty eingeladen. War ein echt schöner australischer Barbecue Abend mit Lagerfeuer, Bier und viel Gelächter. Ein paar Tage später verriet er uns den Grund der Einladung. Nicht etwa da er uns nett gefunden hatte, sonder da wir eine der wenigen Erntehelfer mit allen Zähnen waren. Auch der ehemaliger Weltrekordhalter arbeitete mit uns zusammen. Der mittlerweile ins Alter gekommene Geschichten-Erzähler ist auf jeden Fall ein paar Zeilen unsere Geschichte wert. Seine 2840 Liegestützen in einer Stunde oder 40 Einhändige in einer Minute oder die Tatsache, dass er in jeder Mittagspause ein Rätsel oder eine andere Lebensweisheit für uns hatte machen ihn zu einer Rarität. So hatten wir sehr viel zu lachen. Das Lachen verging als Theresa ihre Arbeit aufgeben musste auf Grund einer Hopfenallergie, welche sich erst jetzt zeigte. Nach zwei Tagen ausruhen und Besuchen beim Arzt und Apotheker bekam sie allerdings eine andere Arbeit. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe im Gewächshaus die 49.000 Junghopfen mit Sand Winterfest zu machen.

Nach fast drei Wochen Ernte und nur wenig Freizeit können wir an alle Biertrinker verkünden, dass wir für 20.000.000.000 Bierfalschen den Hopfen geerntet haben. Somit haben wir den Thron der Hopfenfarm im Besitz. Wir werden nie mehr ein Bier trinken können ohne an die schöne Zeit in Bushy Park denken zu müssen. Zum Abschluss der Ernte ging es wieder ins örtliche Pub wo unser Boss ein paar Dollar locker machte und wir uns ein schönen Tag machten. Am Samstagabend wird dann die Abschiedsfeier stattfinden und so mancher Arbeitskollege wird sicher die ein oder andere Träne wegen uns vergießen. Ab Mittwoch werden sich unsere Wege trennen und Beni und Theresa werden sich mit Jack und Lucy wieder auf den Weg machen und die Fähre zum Festland nehmen. Da Beni am Samstag ein Englischtest in Melbourne ablegen muss um sich an der Universität TU Delft bewerben zu können brechen sie etwas früher auf, während Matze mit David einem neu gefundenen Freund und ehemaligem Arbeitskollegen sich noch ein bis zwei Wochen auf Tasmanien aufhält. Nach hoffentlich erfolgreichem Testtag werden Theresa und Beni sich ein paar Wochen in Neuseeland umschauen. Matze dagegen fährt mit David in seinem Auto weiter und wird vermutlich über die Great Ocean Road Adelaide erreichen. Alles weiter steht in den Sternen.


Eure überglücklichen Hopfenkönige und Hopfenkönigin


Neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Ernte“

von Beni, Matze & Theresa
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Saturday, 6. march 2010 6 06 /03 /März /2010 02:52
 

Nach einem Naturerlebnis der ganz besonderen Art auf Bruny Island ging es wieder mit der Fähre zurück auf das tasmanische Festland. Bevor wir unsere Kaffeefahrt entlang der Westküste weiterführen konnten, machten wir in Huonville, Southport und weiteren kleineren Dörfern Südtasmaniens, halt. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen die gute Internet-Verbindung in Glenorchy auszunutzen und unsere „Zweit-Heimat“ Bushy Park zu besuchen, da es mehr oder weniger auf unsere geplanten Route lag. In Glenorchy sind wir schon Stammkunden in verschiedenen Einrichtungen. Wir waschen, kaufen ein, gehen shoppen und haben schon einige Zeit hier verbracht. Nach einer Nacht in Bushy Park und einer kleinen Einführung in die Ernte, von der ihr im letzten Album schon etwas sehen durftet, ging es mittags sofort weiter mit unserem kleinen Urlaub. Von Bushy Park aus setzten wir uns Stanley, an der Nordküste von Tasmaniens, als Ziel. Nachdem wir im Navigationssystem die schnellste Route eingestellt hatten, führte es uns über die Westküste nach oben. Nach 2 Stunden Fahrt wurde uns schnell klar, dass wir heute Stanley nicht mehr erreichen würden. Das Navi hatte uns quer durch den größten tasmanischen Nationalpark geschickt! Und die Straße , obwohl es eine Autobahn sein sollte, machte der Schwarzwaldhochstraße mehr als Konkurrenz. Der Nationalpark, welcher zum Weltkulturerbe erklärt wurde, bot jedoch traumhafte Blicke und Szenerien.Von Serpentinen über Schluchten hin zu Bergseen. Von Queenstown, einer Stadt hoch oben im Gebirge, ging es dann an die Westküste Tasmaniens nach Strahan. Kurzerhand im Reiseführer nachgeschlagen, fanden wir heraus, dass der Sonnenuntergang hier abends malerisch sein soll. Wenige Stunden später befanden wir uns also am Ocean Beach, welcher nur durch eine Schotterpiste zu erreichen war, und konnten den Sonnenuntergang pünktlich zu unseren Spaghetti genießen. Unser besonderer Essensplatz blieb natürlich nicht unentdeckt, so teilten wir unser Esszimmer mit Meeresblick mit ein paar Asiaten, Australiern, Deutschen und anderen.

Am nächsten Morgen ging es nach einer warmen Dusche weiter nach Stanley. Angekommen in der „saubersten Stadt Australiens 2003“ trauten nur Theresa und Beni sich den steilen Aufstieg zum Gipfel des „The Nut“ zu, während Matze einen kleinen Mittagsschlaf im Bus abhielt. Nach Fish & Chips ging es dann weiter über Boat Harbour Bay, einer kleinen schnuckeligen Bucht mit ca.500 Einwohnern, nach Wynyard. Laut unserem Reiseführer befindet sich dort das beste Gasthaus Tasmaniens. Dies zu testen ließen wir uns nach etwas Einkommen natürlich nicht nehmen und verbrachten einer der wenigen Abende, bei dem wir nicht kochen mussten, in diesem Gasthaus. Nach einem feinen Abendessen und einer Flasche Rotwein ließen wir den Abend in der hauseigenen Bar ausklingen. Am nächsten Tag zogen wir weiter nach Burnie. Dort angekommen setzten wir uns mit unseren Chef in Verbindung, da dieser uns auf seine eigene kleine Farm eingeladen hatte. Nach einem netten typisch australischen BBQ( Grillabend :) ) zeigte uns Richard, unser Chef, am nächsten Morgen noch seine Farm bevor wir schließlich weiterzogen. Von Natone über Riana erreichten wir dann Gunns Plains, wo wir das schöne Wetter hinter uns ließen und uns in die Unterwelt Tasmaniens aufmachten . In der Tropfsteinhöhle von Gunns Plains kamen uns ganz andere Seiten Australiens zum Vorschein. Nach Schattenbildern von Löwen und anderen Geschichten wurde der Weg durch die Höhlen Tasmaniens recht unterhaltsam. Nachdem wir ganz unten waren, wollten wir nun auch nach ganz oben und machten uns auf zum Cradle Mountain und dem Lake Dove. Jedoch machte uns die Wetterfee einen Strich durch die Rechnung und vermieste uns unser zweites Highlight an diesem Tag.


Nach dem Einbruch des schlechten Wetters, Nieselregen, fuhren wir nach Devonport. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Devonport ging es weiter über Launceston nach Bridport, einem kleinen Strandort an der Nordküste. Jedoch hielt uns nicht mehr als eine Nacht und wir machten uns auf zu dem vorgeschwärmten St. Helens. St. Helens ein kleines Fischerdörfchen an der Ostküste zeigte sich jedoch nicht sehr spektakulär. Neben ein paar kleinen Läden, Tankstellen und ein paar Einkaufsmöglichkeiten wurde uns hier nicht viel geboten. Jedoch ist St. Helens das Tor zur Bay of Fires, welche ihren Namen durch Lagerfeuer der Ureinwohner bekommen hat, die einst ein Seefahrer von weitem gesehen hat, als er Tasmanien näher kam. Neben der Bay of Fires, die aus weißen Traum-Sandstränden und türkisem Wasser besteht, öffnet sich die nicht weniger traumhafte Binalong Bay. Nach einem wunderschönen Tag an der Binalong Bay, an dem nur Matze sich ins Wasser traute, mussten wir jedoch weiter reißen, denn wir haben nur 2 Wochen Urlaub bis die Arbeit wieder losgeht. Der malerische Weg von der Binalong Bay bis hin nach Freycinet stand an diesem Tag auf dem Plan. Leider zeigte sich keiner der Surfstrände von der guten Seite und wir konnten unser Können leider nicht zur Schau stellen. In Freycinet, in der Coles Bay, angekommen, entschieden wir nach einem Kaffee eine Wanderung durch den Nationalpark zu machen und die Wineglass Bay vom Lookout zu betrachten. Nach 40 minütigem Aufstieg und 323 Treppen sind wir an diesem wunderschönen Endsommertag am Lookout angekommen. Oben angekommen eröffnete sich uns ein traumhafter Blick auf glasklares Wasser und einen Traumhaften Sandstrand. Nach dem Abstieg machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Leuchtturm. So langsam macht sich unser immer besser werdendes Equipment bemerkbar, denn auf steilen Straßen wie hin zum Leuchtturm sind die beiden Beifahrer ab und an gezwungen neben dem Auto herzulaufen oder anzuschieben. Doch Jack und Lucy zeigten sich wie immer treu und brachten uns auch diesen Berg hinauf. Den Tag beendeten wir mit dem Weiterverkauf unseres Nationalpark-Tickets, sodass wir nur die Hälfte bezahlen mussten.


Als einer der letzten Punkte unseres kleinen Urlaubs stand Port Arthur an. Port Arthur ist nur über einen 100 Meter breiten Sandstreifen zu erreichen und wurde früher als Gefängnis für Sträflinge, Diebe usw. genutzt. Heute befindet sich ein Museum auf dieser Landzunge, welches auf Grund seiner schönen Gärten eher dem Schoss Favorite ähnelt. Nach dem Besuch des Museums und einer weiteren Nacht machten wir uns auf den Weg in Richtung „Heimat“. In Hobart angekommen besuchten wir Glenorchy, ihr wisst schon, waschen usw. und genießen gerade unser letztes freies Wochenende bei Frühstück am Salamanca Market.


Liebe Grüße aus Hobart wünschen euch die baldigen drei Traktorfahrer!


Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Urlaub die 2te“


P.S. Die nächsten Wochen werden eher durch Arbeit und Schlafen geprägt sein und daher werden wir nur mäßig uns um den Blog kümmern können. Wir hoffen ihr habt Verständnis und wünschen euch ein schönes Restwochenende.

von Beni, Matze & Theresa
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Thursday, 25. february 2010 4 25 /02 /Feb. /2010 02:36
 

Wusstet ihr, dass...

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    • aus einem Hektar bis zu 2-3Tonnen Hopfen gewonnen werden können?

    • aus einem Kilo Hopfen ca. 40.000 Flaschen Bier gebraut werden können?

    • man auch Schafe anstatt Pestizide einsetzen kann?

    • wir euren Bierkonsum für 2010 sichern?

    • eine einzige Hopfenpflanze bis zu 20 Jahren im Boden bleibt und jedes Jahr nachwächst?

    • eine Hopfenpflanze bis max. 3 Strängen entwickelt, wobei jeder einzelne Strang wiederum aus mehreren kleinen Strängen besteht?

    • sich die Hopfenstränge im Uhrzeigersinn (rechtsherum) anfangs noch um kleine Bambus Stöcke und später um Kokosschnüre oder Eisendrähte in die Höhe schlingen?

    • Hopfenpflanzen mehrere Meter in die Höhe ragen?

    • Bushy Park Estate zu einer der hochtechnologisiertesten Hopfenfarmen der Welt gehört?

    • man 0.8 Liter Gas benötigt um ein Kilo Hopfen zu trocknen?


Nachdem vier Wochen Arbeit, die durch Unkrauthacken, Hopfenpflanzen pflanzen, Hopfenpflanzen umtopfen, Gewächshausarbeiten bei bis zu 40 Grad, Reparaturarbeiten der Bewässerungssysteme, Hopfenpflanzen um Bambusstoecke drehen und zu guter Letzt Schnecken zählen geprägt waren, haben wir zwei Wochen Urlaub verdient und erkunden nun Tasmanien wie einst James Cook.

Wie ihr schon hört ist die Zielflagge etwas in die Ferne gerückt. Grund dafür ist unser Chef, Richard Norris, der bei der Hopfenernte nicht auf uns verzichten kann. Natürlich ist das Geld auch sehr verlockend. Aus diesem Grund werden wir ab dem 9.03.2010 offiziell bei der Hopfenernte in Bushy Park tätig sein. Und das nicht zu Fuß, sondern mit viel viel PS unter dem Popo. Uns wurde die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt den geernteten Hopfen mit Traktoren einzufahren. Dies geschieht nicht ohne Grund, denn wir werden auf dieser Farm als hochangesehene, pünktliche, zuverlässige, lebensfrohe und hochqualifizierte Arbeitskräfte angesehen :) .Daher werden wir ab dem Beginn der Ernte nur noch nachts auf den Feldern unterwegs sein, da uns die besser bezahlte Nachtarbeit angeboten wurde. Diese dauert 60 Stunden die Woche, welche auf 6 Tage die Woche verteilt sind. In dieser Zeit wird aus dem kleinen, stillen Örtchen Bushy Park, eine nicht ruhende Hopfenhochburg.


Rückblickend wurde das ruhige Bushy Park bereits letztes Wochenende, bei dem die Bushy Park Show zu Gange war, schon einmal zum Leben erweckt. Neben Dosenwerfen, Hüpfburgen, Essensbuden, Kuhpräsentationen, einer handgesteuerten Schiffsschaukel, einer Pferdeshow, einer Autoshow, einer Präsentation der Jugendfeuerwehr und einem kleinen Flohmarkt, war für uns das Wood-cutting und eine Schafshow der absolute Höhepunkt. Auch Matze kam zu seinem „Höhepunkt“. Ihm wurden nämlich von einer jungen, attraktiven deutschen Backpackerin die - Haare geschnitten. Nachdem man sich endlich wieder mit ihm sehen lassen konnte machten wir uns auf zur Show. Leider stand das Heugabel-Heuballhochwerfen nicht mehr auf dem Plan. So ging wieder ein schöne Woche in Bushy Park, in dem wir uns mittlerweile schon etwas heimisch fühlen zu ende. Die folgende Arbeitswoche verging wie im Flug und wurde schon bereits am ersten Tag der Woche interessant, da uns drei Arbeitskollegen zum kommenden Wochenende in den lokalen, typisch australischen Pub eingeladen haben. After bending our ellbows sind wir glücklicherweise in einem großen Auto mitgenommen worden,so dass uns der 7km lange Heimweg erspart wurde. Am darauf folgenden Morgen, an dem wir gemeinsam mit Mike, dem Campingplatzbesitzer, ein kleines rostendes Loch am Auto ausgebessert haben, kam uns auch noch unser Chef besuchen und lud uns zu seiner privaten Farm für das nächste Wochenende ein. Nach einem sonnigen Sonntag, bei dem wir ein Cricketspiel unserer Arbeitskollegen besucht haben, ging unsere Erkundungsreise Tasmaniens los. Das erste Ziel war unerwartet Bruny Island, eine kleine schöne Insel vor der Ostküste Tasmaniens. Diese Insel, welche zu den Top-100 Trips der Welt gehört, lockt mit Seehunden, Pinguinen, albino Kaengurus und einer Pflanzen- und Vogelvielfalt der besonderen Art. Nach einer halbstündigen Überfahrt mit der Fähre erreichten wir die Insel, welche unter anderem von deutschen und österreichischen Wohlhabenden als Sommerresidenz genutzt wird. Da die Straßen der Insel nur teilweise geteert sind, kommt man ab und zu nur langsam und holprig voran. Jack und Lucy bewiesen mal wieder, dass sie auch mit dieser Situation problemlos zurecht kommen. Die Nacht verbrachten wir an einer kostenlosen Camparea am Strand. Jedoch traute sich nur Matze den langen Weg in der düsteren Dunkelheit auf sich zu nehmen, um einen Blick auf brütende Pinguine werfen zu können. Glücklicherweise konnte er ein Foto eines Pinguines erlangen. Der lange Heimweg wurde ihm erspart, da er von einem netten Australier mitgenommen wurde.

Am zweiten und letzten Tag auf Bruny Island erkundigten wir die Südinsel bei Sonnenschein. Nach kostenlosen Proben in einer Käse-, Wein- und Schokoladenfabrik ließen wir die letzten Stunden bei Kaffee und Muffin auf einer Beerenfarm ausklingen. Dabei hatten wir einen traumhaften Blick auf eine der vielen malerischen Buchten der Insel.


Neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Urlaub vom Urlaub“


Liebe sonnigen Grüße, eure am Strand sitzenden Kaffeetrinker

von Beni, Matze & Theresa
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Sunday, 7. february 2010 7 07 /02 /Feb. /2010 14:26

Nach der ersten kleinen Arbeitsstelle von Matze freuten wir uns auf unseren ersten richten Job auf Tasmanien. Die Fähre haben wir telefonisch gebucht und mussten sie also nur noch pünktlich erreichen. Über Bega, Lakes Entrance, Bairnsdale, Terralgon gings dann endlich nach Melbourne. In Bega haben wir noch eine der größten Käsereien des Landes besucht und unseren Lernbedarf für einige Zeit gestillt. In Lake Entrance konnten wir uns an schönen Stränden erfreuen und unseren sportlichen Ehrgeiz freien Lauf lassen, indem wir unsere Mini-Golf-Künste zur Schau stellten. In Terralgon besuchten wir wiedereinmal unsere Freunde im McDonald’s und telefonierten vielleicht sogar mit dir!! In diesem davor genannten Backpacker-Paradies bekamen wir sogar ein abgegrenztes Zimmerchen für uns alleine. Dies zeigte wieder die freundliche Art der Australier. Die nächsten 5 Tage konnten wir bei Freunden von Theresa uns heimisch fühlen. Mit einer warmen Dusche, einer privaten Sightseeing Tour durch Melbourne und ein Grillabend mit Freunden wurden wir von Andrew und Deborah sowie ihrer Tochter verwöhnt. Da in Melbourne die Australian Open zu dieser Zeit im Gange waren, konnten wir auch Weltklasse Tennis mal live erleben und im Tenniscourt mit „Royals auf Tuchfühlung“ gehen. So feuerten wir auch den deutschen Tennisspieler Rainer Schüttler kräftig an, „dem aber leider dieses Beckerhafte fehlte“ und somit den Spanier nicht besiegen konnte. Weiterhin mussten wir feststellen, „dass heute Leute Tennis spielen, die man vor ein zwei Jahren noch aus dem Bierzelt geworfen hätte“. „Nur weil sich heute jeder Arsch weiße Tennisschuhe kaufen kann“.(Hiermit verweisen wir auf folgenden YouTubeLink: „Gerhat Polt, Longline“. Wir bitten diesen anzuhören!)

http://www.youtube.com/watch?v=XLiN9CDr2_M 

Neben der Tenniserfahrung brachte uns Andrew auch noch Australien Ruled Football näher, wobei wir ganz schön ins schwitzen kamen.

Jeder schöne Moment geht einmal zu Ende und so mussten wir auch die Gastfreundlichkeit hinter uns lassen. Schon früh morgens machten wir uns auf den Weg zur Fähre, denn um neun Uhr verließ die Spirit of Tasmania den Hafen von Melbourne. Die neunstündige Überfahrt nach Tasmanien versüßten wir uns mit Karten spielen und viel Schlafen. Trotz extrem kaltem Aufenthaltsraum brachte uns die Fähre sicher nach Devonport/Tasmanien. Am Nächsten Tag machten wir uns auf direktem Weg nach Bushy Park, unserem zukünftigen „Arbeitsplatz“. Schon auf dem Weg dort hin konnten wie die Landschaft von Tasmanien genießen. Glücklichweise fanden wir dort sofort einen kleinen Camping-Platz, der direkt neben dem Büro unseres Arbeitgeber liegt und für uns damit perfekt ist.  Dieser ist jedoch eher ein kleiner Abenteuer Camping-Platz. Ein total liebes Rentnerpaar vermietet nämlich schon seit Jahren ihren Hinterhof als Campingplatz. Für nur 5Dollar pro Nacht gibt es eine Küche, die den gleichen Kocher hat wie wir, einen kleinen Aufenthaltsraum wenn es mal regnen sollte und einen Aprikosenbaum, bei dem man sich nach Absprache mit Mike bedienen kann. Doch das größte Erlebnis ist die tägliche Dusche. Mit restlichen Brettern und Nägeln wurde eine kleine Duschhütte zusammen genagelt, die stolze 4m² misst. Doch hier kommt das Wasser nicht aus dem Hahn sondern aus dem Schlauch. So muss man sich mit dem Showerbuggy und einem 15l Eimer im 30m entfernten Klo Wasser holen, läuft mit vollem Eimer und Buggy wieder zurück, stellt den Eimer in die Dusche, legt den Schlauch mit Wasserpumpe am einen Ende und Duschkopf am anderen Ende ins Wasser und auf Knopfdruck kommt Wasser. Das Ganze kostet uns nur 1 Dollar, da die Pumpe per Autobatterie betrieben wird. Trotz Spinnen und anderen Insekten, die auch in der Dusche hausen, freuen wie uns täglich nach harter Feldarbeit auf die warme Dusche. Sogar Matze hat den kleinen Falt-Caravan von Mike bekommen und hat damit seine eigenen 4Wände, wenn auch dieser ein paar Probleme bei Regen zeigt. So muss er bei plötzlichem Regen die Sitzkissen in Sicherheit bringen und den Caravan mit Eimern bestücken, um ihn vor zu großen Wassermengen zu schützen. Sein Bett bleibt jedoch trocken. Nach dem Motto „Was nicht tötet härtet ab“ bleiben wir dem Campingplatz und seinen Eigenarten treu.

Am Montag klingelte der Wecker ungewöhnlicherweise schon um 6Uhr. Nicht nur die frühe Morgenstunde, sondern auch die nächtliche Kälte machten es uns nicht einfach aus dem warmen Schlafsack zu kriechen. Doch bisher haben wir es immer geschafft und stehen schon ab 7Uhr auf dem Feld. In der ersten Wochen mussten wir einen 2 Fußballfeld großen Hopfengarten von zu jungen Hopfenpflanzen befreien. Dafür bekamen wir als erstes einen Art Ring mit einer kleiner Klinge daran, der uns aber schon am ersten Tag mehrere Blasen an den Händen zu fügte. Deswegen gab man uns am nächsten Tag ein großes Messer und Theresa eine übliche Gartenschere, um uns die Arbeit ein bisschen erträglicher zu machen. Denn es plagten uns nicht nur die Blasen an den Händen sondern auch der Rücken, der durch das ständige Bücken ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde. So haben wir die Ernte auch in diesem Feld gesichert, da sie nun wieder genug Platz haben zum weiter wachsen.

In der zweiten Woche trennten sich unsere Wege auf der Farm. Beni und Theresa wurden in das Gewächshaus geschickt. So durften sie bei 40°C und 100% Luftfeuchtigkeit die kleinen Hopfenpflanzen umtopfen. Matze dagegen flickte die Löcher der Bewässerungsanlage und legte dadurch ein paar Kilometer auf dem Feld zurück. Auch wenn es draußen ein bisschen kälter war, war er den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt und dadurch auch nicht zu beneiden. Da ihm in den letzten zwei Tagen die Teile zum Flicken der Schläuche ausgegangen sind, kam auch er in die Bruthölle, auch Hothouse genannt. So waren wir wieder alle vereint und arbeiteten mit Donna und Tamara, zwei weiteren netten Arbeitskollegen, für den Rest der Woche.

Wir werden noch mindestens eine Woche dort arbeiten können. Die nächste Arbeitswoche fängt für uns erst wieder am Dienstag an, denn am Montag ist ein großer Feiertag in Australien. Der Feiertag kommt uns ganz gelegen, sodass wir uns noch ein bisschen erholen können und schon mal ein Teil Tasmaniens genießen können. Wenn wir Glück haben findet unser Chef noch für eine weitere Woche Arbeit für uns. Doch bevor wir dann wirklich weiterziehen will unser Vorarbeiter Dale und noch ein paar andere Kollegen einen mit uns drauf machen.

Nächstes Wochenende dürfen wir noch das Highlight des Jahres in Bushy Park miterleben. Dort wird ein großes Fest auf dem örtlichen Sportplatz stattfinden. Mit Tier-Shows und anderen Wettbewerben wie zum Beispiel Baumfällen und Mistgabelweitwerfen wird es mit Sicherheit ein weiteres Erlebnis für uns, welches uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Das verlängerte Wochenende nutzen wir für Sightseeing- Tours. Wir schlenderten durch einen Markt am Samstag und konnten teilweise sehr skurrile alternativen Menschen beobachten. In unserem Reiseführer lasen wir danach, dass dieser ein Highlight Tasmaniens ist. Am Mittag stärkten wir uns mit deutscher weißen Bratwurst und Sauerkraut.

Unser Sonntagsausflug führte uns zum Stadtberg Hobarts, Mount Wellington, welcher mit 1270m einer der höchsten Berge Tasmaniens ist und einen wunderschönen Ausblick auf die Hauptstadt von Tasmanien bietet. Dort waren wir auf Augenhöhe mit den Wolken. Dieser zeigte ein Ausschnitt der unverwechselbaren Landschaft dieser Insel. So freuen wir uns jetzt schon weitere schöne Plätze nach erledigter Arbeit sehen zu können.

Nun geht es dem Endspurt zu und wir sehen schon die Zielfahne ( im übertragenen Sinne die Dollarscheine) vor uns.

Wünscht uns angenehme Wetterbedingungen zum Arbeiten.

Eure fleißigen Hopfenkönige und Hopfenkönigin

P.S.: Neue Bilder findet ihr im Album „HOPFENGALERIE“

 

von Beni, Matze & Theresa
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Tuesday, 12. january 2010 2 12 /01 /Jan. /2010 13:57

Nach 3,5 Monaten reisen, Geld ausgeben und nichts tun wurde der Geldbeutel immer leerer und die Kreditkarte immer dünner. Also machten wir uns nach unserer Silvesterparty in Sydney mit Bea und Alex auf in Richtung Süden. Wir verbrachten noch ein paar ruhige Tage in Kiama und Gerringong, um uns von der Großstadt zu erholen. Nach vier schönen Tagen mussten wir uns leider von Bea und Alex verabschieden, da diese sich wieder auf nach Sydney machten. Dieser Tag war der Startschuss für den Beginn unserer Jobsuche. Südlich von Gerringong erstreckt sich eine Weingegend mit über 15 Weingütern. So klapperten wir einige dieser Weingüter ab und fragten nach Arbeit.

Da aber leider die Nächste Weinlese erst in vier Wochen beginnt, zogen wir weiter und hinterließen unsere Nummer und Namen. In einer der Weingüter lernten wir eine junge Australierin kennen, die selbst gerade 4,5 Jahre in der Weltgeschichte umher bummelte. So verstand sie unseren derzeitigen Lebensstil und lud uns wie selbstverständlich zu sich nach Hause in die Jerveis Bay ein. Die warme Dusche bei ihr lehnten wir freundlich ab, trafen uns jedoch am Abend mit ihr im städtischen „Huskisson Pub“. So kam es, dass Beni und Theresa seit langem mal wieder das Tanzbein geschwungen haben, um den Australiern mal zu zeigen wie man eine richtige Sohle aufs Parkett legt. Die Jerveis Bay, welche für einen der weißesten Strände Australiens bekannt ist, erkundigten wir per Kajak und blieben drei weitere Tage zu Gast.

Ein weiteres Jobangebot erwartete uns schon am nächsten Ort. Als wir nämlich gemütlich im Bus saßen und Karten spielten, reiste direkt neben uns ein Zirkus an. So ließen wir uns die Chance nicht entgehen und Beni sprach den Zirkuschef direkt an. Dieser Bot uns sofort die Mitreise für die nächsten 2 Monate an. Das klang alles so weit so gut. Doch leider war die Bezahlung nicht das Richtige für uns. Matze jedoch half für ein Tag beim Zeltaufbau aus und verdiente sich damit ein paar Dollar und einen freien Eintritt zur Show: Während Matze „schuftete“, kümmerten sich Beni und Theresa um den Verlauf der nächsten Wochen. Nach ein paar Telefonaten und einem Tag Wartezeit, in der wir unseren ersten eigenen selbstdurchgeführten Öl- und Ölfilterwechsel machten, kam die ersehnte Zusage einer Hopfenfarm aus Tasmanien. An dieser Stelle möchten wir Steph und Michael für die Kontaktknüpfung danken, „DANKE“!! 2 Wochen Arbeit sind uns gesichert und weitere Jobs in Tasmanien sind gut möglich. Also liebe Muttis ihr könnt durchatmen. So werden wir am 23.Januar mit der Fähre von Melbourne aus in See stechen und ab dem 25.Januar für euer Bier Hopfen ernten. Ab morgen treten wir die Weiterreise nach Melbourne an, um unsere Fähre, auf der wir die letzten 3 Plätze ergattert haben, rechtzeitig zu erreichen. Wir hoffen dass wir euch auch von Tasmanien aus auf dem Laufenden halten können.

 

Neue Bilder findet ihr im Album: „Shoalhaven Region“

 

Tassy Tassy-Oi Oi Oi

 

P.S. Im Notfall kann Theresa jetzt auch mit Haareschneiden ihr Geld verdienen, denn bei Beni durfte sie schon ihr Können zeigen.

Die Reiseroute ist auch wieder aktualisiert! Einfach auf Reiseroute klicken!

von Beni, Matze & Theresa
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Sunday, 3. january 2010 7 03 /01 /Jan. /2010 07:04

Am Anfang möchten wir natürlich erst einmal euch die große Spannung nehmen und euch den Gewinner unseres Quiz bekannt geben. Leider waren wir sehr enttäuscht, dass nur fünf von euch teilgenommen haben. Das richtige Ergebnis wären 8839km gewesen. Am nähesten lag, mit 6450km, KATHARINA NEUMAYER. Dazu müssen wir sagen, dass wir mittlerweile die 10000km Grenze längst überschritten haben. Die glückliche Gewinnerin wird in baldiger Zukunft ihren Preis per post erhalten.

 

Den heiligen Abend verbrachten wir bei 35°C am Strand in Port Macquarie. Zu Essen gab es eine gemischte Fleischplatte mit ausgewähltem angebratenem Saisongemüse, sowie zwei Flaschen Wein, die das Menü abrundeten. Nicht nur wir waren von Lachs, Krewetten, Pute, Rump Steak, und vielem mehr sehr angetan, sondern auch die Australier waren über unser Essen sehr verblüfft und neidisch.

Um ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, schmückten wir unseren Gabentisch mit Tischdecke und Weihnachtskugeln. Dazu liefen die Weihnachtslieder hoch und runter.

Die Bescherung erfolgte sofort nach dem Weihnachtsschmaus. Viele Geschenke, die in Zeitungspapier eingewickelt waren, zierten ebenfalls unseren Gabentisch und jeder war glücklich.

Die geplante Partytour durch Port Macquarie sagten wir spontan ab, um  den restlichen Abend mit zwei Engländern, Benji und Lizz, zu verbringen. Wir leerten unsere Weinflaschen und tanzten zur Musik.

Morgens aufgewacht fanden wir den Strand in einem überfüllten Zustand vor. Die Australier feiern Weihnachten am 25.12 und bringen neben Pavillions, künstlichen Weihnachtsbäumen, viel Bier an den Strand.
So wird den ganzen Tag gefeiert und getrunken. Dazu reservierten sie sogar schon am Abend zuvor ihren Platz und passen im Schichtdienst auf ihre Sachen auf.

John ein australischer Familienvater lud uns zum zweiten Weihnachtsfeiertag zu sich nach Hause zu einer Hausparty ein. Diese Einladung nahmen wir jedoch nicht an, da wir uns auf nach Port Stephens machten. Da es schon seit dem 25.12.2009 regnete setzten wir unsere Fahrt nach Süden fort, um auch pünktlich in Sydney zu Matzes Geburtstag und Silvester einzutreffen.

 

Dort angekommen war das Glück jedoch wieder nicht auf unserer Seite und der Regen hielt an. Die nächsten zwei Regentage verbrachten wir mit DVD schauen im Bus. Außerdem ist unser Surfbrett vom Wind vom Autodach geweht worden und wir mussten es erneut reparieren lassen. Dezember ist wohl nicht unser Monat. Da selbst der australische Surfboardshaper keine Ahnung hatte, dass der nächste Tag ein Feiertag war, mussten wir einen weiteren, nicht geplanten Tag in Port Stephens im Kinobus verbringen.

 

In Sydney angekommen trafen wir uns mit Bea und Alex, zwei Schulfreunden aus Deutschland, mit denen wir Silvester verbringen wollten.

Matzes Geburtstag feierten wir mit Partyhüten und Geburtstagstorte bei Regen in Palm Beach, wo übrigens auch Nicole Kidman ansässig ist.

Ein reichlich gedeckter Frühstückstisch mit frischem Obst, Orangensaft, Eiern und

Speck erwarteten das Geburtstagskind. Außerdem musste Matze den ganzen Tag eine Geburtstagsbrosche tragen.

Am Abend zuvor feierten wir gemeinsam mit Bea und Alex in Manly in den Geburtstag von Matze hinein.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns auf Schlaf- und Partyplatzsuche in Sydney.

Diesmal hatten wir Glück und fanden ein Australier der uns den Platz vor seiner Garage als Stellplatz für unsere Busse anbot.
Auch unser ausgesuchter Park war nicht einmal 1km entfernt. Der Park bot einen traumhaften Blick auf das vor uns liegende Opera House und die Harbour Bridge. So packten wir unsere sieben Sachen zusammen und marschierten zu dem Park. Wir fanden neben mitgebrachten Sofas und abgesperrten privat Bereichen ein freies Plätzchen für uns. Da wir von unserem mitgebrachten Essen, wie Toast und Marmelade, nicht sehr angetan waren, machte sich Beni auf Pizzasuche. Nach ca. einer Stunde und total verschwitzt kam er mit fünf Subway Sandwiches zurück und alle waren glücklich. Zwischenzeitlich kreuzten 5 Polizisten auf, die diesen Platz als eine alkoholfrei Zone erklären wollten. Nicht nur wir sondern auch die restlichen 1000 Menschen hatten sich zuvor im Internet und über offiziellen Broschüren über diesen Park erkundigt. Die Polizei wollte aber den ganzen Alkohol beschlagnahmen, wenn wir es ihn nicht sofort entfernen würden. Wir versuchten also so gut es ging unsere 50 Bier zu verstecken und fragten uns wie die Polizei wohl die Menschenmasse filzen wolle. Nach 10 Minuten war der ganze Spuk vorbei und das Verbot wurde aufgehoben. So konnten wir die restlichen Stunden bis zum Feuerwerk genießen. Das Hauptfeuerwerk wurde stündlich mit kleinen Raketen angekündigt. Übrigens wurden leider nur 2 Dixies aufgestellt und man musste ca. eine Stunde zum Pinkeln anstehen. Dann war es endlich soweit. Das Jahr 2010 begann mit einem atemberaubenden Feuerwerk. Beni kümmerte sich um die Fotos. Wir wussten auch gar nicht wo wir hinschauen sollten, denn es gab nicht nur ein Feuerwerk über der Harbour Bridge, sondern auch 4 weitere daneben. Leider ging alles nur 10 Minuten und wir waren ein bisschen darüber enttäuscht. Trotzdem können wir sagen, dass es ein atemberaubendes Feuerwerk war und ein besonderes Silvester.

 

Nach dem Feuerwerk packten auf einmal alle ihr Sachen und verließen den Park. Wir blieben jedoch sitzen und lernten so noch ein paar Australier und Holländer kennen.

Am Morgen frühstückten wir direkt an der Harbour Bridge. Während wir uns Spiegelei und Speck braten, machten ein paar andere Touris Fotos von der Brücke. Irgendwie kamen wir uns schon ein bisschen blöd vor. Für 2$ gönnten wir uns eine Dusche im Schwimmbad in Sydney.

 

Am Abend haben wir Matze´s Geburtstagsgeschenk eingelöst und sind Pizzaessen gegangen.

Leider hält der Regen immer noch an und wir müssen die Tage hauptsächlich im Bus verbringen.

 

Wir wünschen euch allen ein gutes neues Jahr.

 

Liebe Grüße aus Sydney,

 

Beni, Matze und Theresa

P.S. neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: "Letztes Jahr"

von Beni, Matze & Theresa
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Tuesday, 29. december 2009 2 29 /12 /Dez. /2009 12:53
ins Jahr 2010 wünschen euch die drei Australier Beni, Theresa und Matze

Rutscht nicht aus!
von Beni, Matze & Theresa
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Wednesday, 23. december 2009 3 23 /12 /Dez. /2009 12:46
DSC08656.JPG

Frohe Weihnachten wünschen euch eure drei "Rehntiere" Matze, Theresa und Beni
von Beni, Matze & Theresa
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