The Great Ocean Road
Nach der neunstündigen Überfahrt der Spirit of Tasmania streikten Jack und Lucy als wir sie aus dem Bauch des Schiffes aufs Festland fahren wollten. Leider wurden wir zu Beginn in den Bauch der Fähre geschickt und wir wussten dass das nicht gut enden kann. Wie erwartet brachte die kurze Aufwärmphase des Autos nichts und wir schafften es nicht einmal zur Hälfte der Rampe. Nach mehreren Versuchen zog ein Gabelstapler uns die Rampe hinauf. Dabei losesten sich die Schrauben unserer Bullbar und dies wurde verschoben. Nach rüpelhaftem Verhalten des Gabelstaplerfahrers nach Hinweisung auf den entstanden Schaden sind wir in das Büro gegangen um haben uns beschwert. Der Fall wurde aufgenommen und wir haben uns auf zu Andrew, Deborah und Layla gemacht.
Nach dem Wochenende in Keilor/Melbourne wollten wir die Umgebung Melbournes erkunden, doch wieder einmal machten uns Jack und Lucy einen Strich durch die Rechnung. Am nächsten Tag schaute ein Freund des Nachbar vorbei und stellte den Zündzeitpunkt neu ein und alles war wieder geritzt. Das Auto läuft besser als je zuvor, erklimmt Anstiege ohne Probleme, der Benzinverbrauch besserte sich und er ist allgemein leiser.
Also konnte los gehen. Von Melbourne ging es überGeelong nach Torquay. Torquay wird auch als Surfcity bezeichnet. Dies nicht ohne Grund, denn hier gründeten sich nennenswerte Unternehmen wie Ripcurl und Quiksilver. Neben Outlets und einer Einkaufsstraße, welche das Paradies eines jeden Surfers ist, befindet sich auch der Bells Beach in Torquay. An diesem Strand findet jedes Jahr ein Surfwettbewerb der Weltklasse statt. Beni ließ es sich nicht nehmen und stieg trotz immer kälter werdenden Temperaturen ins Wasser. Wir raten jedoch jedem, der einmal nach Torquay kommen sollte nicht am Strand im Auto zu übernachten, denn das kann böse enden. So wie bei uns. Morgens wurden wir durch ein Klopfen an unserer „Haustür'' geweckt. Der Ranger erklärte uns die Sachlage und drückte uns einen Strafzettel über 125$ in Hand. Hierbei möchten wir hinweisen das wir Spenden gegenüber nicht abgeneigt sind und diese gerne entgegen nehmen. Kontodaten geben wir auf Anfrage gerne Weiter.
Den Rückweg nach Melbourne machten wir über Point Lonsdale und Queenscliff. Samstags mittags waren wir pünktlich in Melbourne angekommen, um das am Abend anstehende Australian Ruled Football Spiel nicht zu verpassen. Andrew, Deborah, Layla und wir fanden uns also pünktlich im MCG, das Stadion in Melbourne das 100 000 Leute fasst, ein. Durch Drenglereigenschaften, wie man sie nur beim Skifahren erlernt, bahnten wir uns den Weg bis hin in die zehnte Reihe am Spielfeldrand. Dieser Abend war ein Sportabend der ganz besonderen Art, den wir mit 68 000 Anderen teilten.
Am nächsten Morgen starteten wir die Tour über Great Ocean Road. Wieder über Torquay ging es weiter nach Anglesea und Ayres Inlet, was der eigentliche Beginn der Great Ocean Road ist. Spartestens in Lorne wurde uns klar warum die Great Ocean Road ihren Namen trägt. Hier erkundeten wir die 30m hohen Erskine-Wasserfälle und den Teddys-Lookout der ein hervorragenden Blick auf die gewundene Great Ocean Road bietet. Entlang an scheinbar immer schöner werdenden Buchten und Steilklippen ging es weiter zur Apollo Bay. Nach einer Stärkung mit Fish and Chips fuhren wir weiter durch den Otway National Park. Vorbei an wilden Koalas und dem Cape Otway, dem südlichsten Punkt Australiens und dem ältesten Leuchtturm Australiens gelangten wir zu den zwölf Aposteln, einer der Highlights dieser Tour. Da wir immer noch etwas ängstlich waren stellten wir uns den Wecker auf halb sieben um nicht wieder von einem Ranger geweckt zu werden. Dies hatte den Vorteil, dass wir die zwölf Apostel, spektakuläre, steil aufragende Felsnadeln, bei Sonnenaufgang bestaunen konnten. Über The Arch, eine Bucht in der ein Segelboot sein Ende fand, die London Bridge, eine wasserumtoste Felsbrücke mit dem Festland bis 1990 verbunden war und The Grotto, verschiedene Felseinschnitte und Grotten, durch die das Meer rauscht erreichten wir Port Campbell. Nach drei Tagen Stop and Go, um wirklich alles mitzubekommen und ein paar Erfrischungen im Meer erreichten wir Schlussendlich Warrnambool, das Ende der Great Ocean Road.
Von Warrnambol über Port Fairy ging es nach Portland und Cape Bridgewater, einem der weissesten Sandstrände Australiens an dem sich auch Seehundkolonien sonnen.
Heute haben wir übrigens South Australia erreicht und somit unseren fünften australischen Staat betreten. Unsere erste Stadt in SA heißt Mount Gambier, eine Stadt am Hang eines erloschenen Vulkans, in der es den Blue Lake gibt, der auf unerklärlich Weise in einem wunderschönen Blau schillert.
Neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Great Ocean Road“
Liebe Grüße aus dem herbstlichen Mount Gambier wünschen Theresa und Beni