Hopfenkunde
Wusstet ihr, dass...
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aus einem Hektar bis zu 2-3Tonnen Hopfen gewonnen werden können?
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aus einem Kilo Hopfen ca. 40.000 Flaschen Bier gebraut werden können?
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man auch Schafe anstatt Pestizide einsetzen kann?
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wir euren Bierkonsum für 2010 sichern?
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eine einzige Hopfenpflanze bis zu 20 Jahren im Boden bleibt und jedes Jahr nachwächst?
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eine Hopfenpflanze bis max. 3 Strängen entwickelt, wobei jeder einzelne Strang wiederum aus mehreren kleinen Strängen besteht?
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sich die Hopfenstränge im Uhrzeigersinn (rechtsherum) anfangs noch um kleine Bambus Stöcke und später um Kokosschnüre oder Eisendrähte in die Höhe schlingen?
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Hopfenpflanzen mehrere Meter in die Höhe ragen?
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Bushy Park Estate zu einer der hochtechnologisiertesten Hopfenfarmen der Welt gehört?
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man 0.8 Liter Gas benötigt um ein Kilo Hopfen zu trocknen?
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Nachdem vier Wochen Arbeit, die durch Unkrauthacken, Hopfenpflanzen pflanzen, Hopfenpflanzen umtopfen, Gewächshausarbeiten bei bis zu 40 Grad, Reparaturarbeiten der Bewässerungssysteme, Hopfenpflanzen um Bambusstoecke drehen und zu guter Letzt Schnecken zählen geprägt waren, haben wir zwei Wochen Urlaub verdient und erkunden nun Tasmanien wie einst James Cook.
Wie ihr schon hört ist die Zielflagge etwas in die Ferne gerückt. Grund dafür ist unser Chef, Richard Norris, der bei der Hopfenernte nicht auf uns verzichten kann. Natürlich ist das Geld auch sehr verlockend. Aus diesem Grund werden wir ab dem 9.03.2010 offiziell bei der Hopfenernte in Bushy Park tätig sein. Und das nicht zu Fuß, sondern mit viel viel PS unter dem Popo. Uns wurde die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt den geernteten Hopfen mit Traktoren einzufahren. Dies geschieht nicht ohne Grund, denn wir werden auf dieser Farm als hochangesehene, pünktliche, zuverlässige, lebensfrohe und hochqualifizierte Arbeitskräfte angesehen :) .Daher werden wir ab dem Beginn der Ernte nur noch nachts auf den Feldern unterwegs sein, da uns die besser bezahlte Nachtarbeit angeboten wurde. Diese dauert 60 Stunden die Woche, welche auf 6 Tage die Woche verteilt sind. In dieser Zeit wird aus dem kleinen, stillen Örtchen Bushy Park, eine nicht ruhende Hopfenhochburg.
Rückblickend wurde das ruhige Bushy Park bereits letztes Wochenende, bei dem die Bushy Park Show zu Gange war, schon einmal zum Leben erweckt. Neben Dosenwerfen, Hüpfburgen, Essensbuden, Kuhpräsentationen, einer handgesteuerten Schiffsschaukel, einer Pferdeshow, einer Autoshow, einer Präsentation der Jugendfeuerwehr und einem kleinen Flohmarkt, war für uns das Wood-cutting und eine Schafshow der absolute Höhepunkt. Auch Matze kam zu seinem „Höhepunkt“. Ihm wurden nämlich von einer jungen, attraktiven deutschen Backpackerin die - Haare geschnitten. Nachdem man sich endlich wieder mit ihm sehen lassen konnte machten wir uns auf zur Show. Leider stand das Heugabel-Heuballhochwerfen nicht mehr auf dem Plan. So ging wieder ein schöne Woche in Bushy Park, in dem wir uns mittlerweile schon etwas heimisch fühlen zu ende. Die folgende Arbeitswoche verging wie im Flug und wurde schon bereits am ersten Tag der Woche interessant, da uns drei Arbeitskollegen zum kommenden Wochenende in den lokalen, typisch australischen Pub eingeladen haben. After bending our ellbows sind wir glücklicherweise in einem großen Auto mitgenommen worden,so dass uns der 7km lange Heimweg erspart wurde. Am darauf folgenden Morgen, an dem wir gemeinsam mit Mike, dem Campingplatzbesitzer, ein kleines rostendes Loch am Auto ausgebessert haben, kam uns auch noch unser Chef besuchen und lud uns zu seiner privaten Farm für das nächste Wochenende ein. Nach einem sonnigen Sonntag, bei dem wir ein Cricketspiel unserer Arbeitskollegen besucht haben, ging unsere Erkundungsreise Tasmaniens los. Das erste Ziel war unerwartet Bruny Island, eine kleine schöne Insel vor der Ostküste Tasmaniens. Diese Insel, welche zu den Top-100 Trips der Welt gehört, lockt mit Seehunden, Pinguinen, albino Kaengurus und einer Pflanzen- und Vogelvielfalt der besonderen Art. Nach einer halbstündigen Überfahrt mit der Fähre erreichten wir die Insel, welche unter anderem von deutschen und österreichischen Wohlhabenden als Sommerresidenz genutzt wird. Da die Straßen der Insel nur teilweise geteert sind, kommt man ab und zu nur langsam und holprig voran. Jack und Lucy bewiesen mal wieder, dass sie auch mit dieser Situation problemlos zurecht kommen. Die Nacht verbrachten wir an einer kostenlosen Camparea am Strand. Jedoch traute sich nur Matze den langen Weg in der düsteren Dunkelheit auf sich zu nehmen, um einen Blick auf brütende Pinguine werfen zu können. Glücklicherweise konnte er ein Foto eines Pinguines erlangen. Der lange Heimweg wurde ihm erspart, da er von einem netten Australier mitgenommen wurde.
Am zweiten und letzten Tag auf Bruny Island erkundigten wir die Südinsel bei Sonnenschein. Nach kostenlosen Proben in einer Käse-, Wein- und Schokoladenfabrik ließen wir die letzten Stunden bei Kaffee und Muffin auf einer Beerenfarm ausklingen. Dabei hatten wir einen traumhaften Blick auf eine der vielen malerischen Buchten der Insel.
Neue Bilder findet ihr im Fotoalbum: „Urlaub vom Urlaub“
Liebe sonnigen Grüße, eure am Strand sitzenden Kaffeetrinker