Auf dem Weg nach Tasmanien/Bushy Park

Veröffentlicht auf von Beni, Matze & Theresa

Nach der ersten kleinen Arbeitsstelle von Matze freuten wir uns auf unseren ersten richten Job auf Tasmanien. Die Fähre haben wir telefonisch gebucht und mussten sie also nur noch pünktlich erreichen. Über Bega, Lakes Entrance, Bairnsdale, Terralgon gings dann endlich nach Melbourne. In Bega haben wir noch eine der größten Käsereien des Landes besucht und unseren Lernbedarf für einige Zeit gestillt. In Lake Entrance konnten wir uns an schönen Stränden erfreuen und unseren sportlichen Ehrgeiz freien Lauf lassen, indem wir unsere Mini-Golf-Künste zur Schau stellten. In Terralgon besuchten wir wiedereinmal unsere Freunde im McDonald’s und telefonierten vielleicht sogar mit dir!! In diesem davor genannten Backpacker-Paradies bekamen wir sogar ein abgegrenztes Zimmerchen für uns alleine. Dies zeigte wieder die freundliche Art der Australier. Die nächsten 5 Tage konnten wir bei Freunden von Theresa uns heimisch fühlen. Mit einer warmen Dusche, einer privaten Sightseeing Tour durch Melbourne und ein Grillabend mit Freunden wurden wir von Andrew und Deborah sowie ihrer Tochter verwöhnt. Da in Melbourne die Australian Open zu dieser Zeit im Gange waren, konnten wir auch Weltklasse Tennis mal live erleben und im Tenniscourt mit „Royals auf Tuchfühlung“ gehen. So feuerten wir auch den deutschen Tennisspieler Rainer Schüttler kräftig an, „dem aber leider dieses Beckerhafte fehlte“ und somit den Spanier nicht besiegen konnte. Weiterhin mussten wir feststellen, „dass heute Leute Tennis spielen, die man vor ein zwei Jahren noch aus dem Bierzelt geworfen hätte“. „Nur weil sich heute jeder Arsch weiße Tennisschuhe kaufen kann“.(Hiermit verweisen wir auf folgenden YouTubeLink: „Gerhat Polt, Longline“. Wir bitten diesen anzuhören!)

http://www.youtube.com/watch?v=XLiN9CDr2_M 

Neben der Tenniserfahrung brachte uns Andrew auch noch Australien Ruled Football näher, wobei wir ganz schön ins schwitzen kamen.

Jeder schöne Moment geht einmal zu Ende und so mussten wir auch die Gastfreundlichkeit hinter uns lassen. Schon früh morgens machten wir uns auf den Weg zur Fähre, denn um neun Uhr verließ die Spirit of Tasmania den Hafen von Melbourne. Die neunstündige Überfahrt nach Tasmanien versüßten wir uns mit Karten spielen und viel Schlafen. Trotz extrem kaltem Aufenthaltsraum brachte uns die Fähre sicher nach Devonport/Tasmanien. Am Nächsten Tag machten wir uns auf direktem Weg nach Bushy Park, unserem zukünftigen „Arbeitsplatz“. Schon auf dem Weg dort hin konnten wie die Landschaft von Tasmanien genießen. Glücklichweise fanden wir dort sofort einen kleinen Camping-Platz, der direkt neben dem Büro unseres Arbeitgeber liegt und für uns damit perfekt ist.  Dieser ist jedoch eher ein kleiner Abenteuer Camping-Platz. Ein total liebes Rentnerpaar vermietet nämlich schon seit Jahren ihren Hinterhof als Campingplatz. Für nur 5Dollar pro Nacht gibt es eine Küche, die den gleichen Kocher hat wie wir, einen kleinen Aufenthaltsraum wenn es mal regnen sollte und einen Aprikosenbaum, bei dem man sich nach Absprache mit Mike bedienen kann. Doch das größte Erlebnis ist die tägliche Dusche. Mit restlichen Brettern und Nägeln wurde eine kleine Duschhütte zusammen genagelt, die stolze 4m² misst. Doch hier kommt das Wasser nicht aus dem Hahn sondern aus dem Schlauch. So muss man sich mit dem Showerbuggy und einem 15l Eimer im 30m entfernten Klo Wasser holen, läuft mit vollem Eimer und Buggy wieder zurück, stellt den Eimer in die Dusche, legt den Schlauch mit Wasserpumpe am einen Ende und Duschkopf am anderen Ende ins Wasser und auf Knopfdruck kommt Wasser. Das Ganze kostet uns nur 1 Dollar, da die Pumpe per Autobatterie betrieben wird. Trotz Spinnen und anderen Insekten, die auch in der Dusche hausen, freuen wie uns täglich nach harter Feldarbeit auf die warme Dusche. Sogar Matze hat den kleinen Falt-Caravan von Mike bekommen und hat damit seine eigenen 4Wände, wenn auch dieser ein paar Probleme bei Regen zeigt. So muss er bei plötzlichem Regen die Sitzkissen in Sicherheit bringen und den Caravan mit Eimern bestücken, um ihn vor zu großen Wassermengen zu schützen. Sein Bett bleibt jedoch trocken. Nach dem Motto „Was nicht tötet härtet ab“ bleiben wir dem Campingplatz und seinen Eigenarten treu.

Am Montag klingelte der Wecker ungewöhnlicherweise schon um 6Uhr. Nicht nur die frühe Morgenstunde, sondern auch die nächtliche Kälte machten es uns nicht einfach aus dem warmen Schlafsack zu kriechen. Doch bisher haben wir es immer geschafft und stehen schon ab 7Uhr auf dem Feld. In der ersten Wochen mussten wir einen 2 Fußballfeld großen Hopfengarten von zu jungen Hopfenpflanzen befreien. Dafür bekamen wir als erstes einen Art Ring mit einer kleiner Klinge daran, der uns aber schon am ersten Tag mehrere Blasen an den Händen zu fügte. Deswegen gab man uns am nächsten Tag ein großes Messer und Theresa eine übliche Gartenschere, um uns die Arbeit ein bisschen erträglicher zu machen. Denn es plagten uns nicht nur die Blasen an den Händen sondern auch der Rücken, der durch das ständige Bücken ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde. So haben wir die Ernte auch in diesem Feld gesichert, da sie nun wieder genug Platz haben zum weiter wachsen.

In der zweiten Woche trennten sich unsere Wege auf der Farm. Beni und Theresa wurden in das Gewächshaus geschickt. So durften sie bei 40°C und 100% Luftfeuchtigkeit die kleinen Hopfenpflanzen umtopfen. Matze dagegen flickte die Löcher der Bewässerungsanlage und legte dadurch ein paar Kilometer auf dem Feld zurück. Auch wenn es draußen ein bisschen kälter war, war er den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt und dadurch auch nicht zu beneiden. Da ihm in den letzten zwei Tagen die Teile zum Flicken der Schläuche ausgegangen sind, kam auch er in die Bruthölle, auch Hothouse genannt. So waren wir wieder alle vereint und arbeiteten mit Donna und Tamara, zwei weiteren netten Arbeitskollegen, für den Rest der Woche.

Wir werden noch mindestens eine Woche dort arbeiten können. Die nächste Arbeitswoche fängt für uns erst wieder am Dienstag an, denn am Montag ist ein großer Feiertag in Australien. Der Feiertag kommt uns ganz gelegen, sodass wir uns noch ein bisschen erholen können und schon mal ein Teil Tasmaniens genießen können. Wenn wir Glück haben findet unser Chef noch für eine weitere Woche Arbeit für uns. Doch bevor wir dann wirklich weiterziehen will unser Vorarbeiter Dale und noch ein paar andere Kollegen einen mit uns drauf machen.

Nächstes Wochenende dürfen wir noch das Highlight des Jahres in Bushy Park miterleben. Dort wird ein großes Fest auf dem örtlichen Sportplatz stattfinden. Mit Tier-Shows und anderen Wettbewerben wie zum Beispiel Baumfällen und Mistgabelweitwerfen wird es mit Sicherheit ein weiteres Erlebnis für uns, welches uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Das verlängerte Wochenende nutzen wir für Sightseeing- Tours. Wir schlenderten durch einen Markt am Samstag und konnten teilweise sehr skurrile alternativen Menschen beobachten. In unserem Reiseführer lasen wir danach, dass dieser ein Highlight Tasmaniens ist. Am Mittag stärkten wir uns mit deutscher weißen Bratwurst und Sauerkraut.

Unser Sonntagsausflug führte uns zum Stadtberg Hobarts, Mount Wellington, welcher mit 1270m einer der höchsten Berge Tasmaniens ist und einen wunderschönen Ausblick auf die Hauptstadt von Tasmanien bietet. Dort waren wir auf Augenhöhe mit den Wolken. Dieser zeigte ein Ausschnitt der unverwechselbaren Landschaft dieser Insel. So freuen wir uns jetzt schon weitere schöne Plätze nach erledigter Arbeit sehen zu können.

Nun geht es dem Endspurt zu und wir sehen schon die Zielfahne ( im übertragenen Sinne die Dollarscheine) vor uns.

Wünscht uns angenehme Wetterbedingungen zum Arbeiten.

Eure fleißigen Hopfenkönige und Hopfenkönigin

P.S.: Neue Bilder findet ihr im Album „HOPFENGALERIE“

 

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M
<br /> Hallo ihr Lieben,<br /> schön endlich mal wieder was auf eurem Blog zu lesen, wir haben schon sehnsüchtig gewartet. Hört sich ja wirklich nach harter Arbeit an, aber ihr schafft das schon. Nach so langer Zeit faulenzen<br /> tut das Arbeiten ja sicher auch ein wenig gut.<br /> <br /> Wünschen euch eine blasenlose Zeit<br /> <br /> Knutscher<br /> Melle und Marco<br /> <br /> <br />
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D
<br /> Hi Ihr Drei!<br /> Ein weiterer witziger Bericht mit den entsprechenden Fotos, die Laune machen, auch mal dorthin zu fahren. Am besten finde ich die Dusche.<br /> Einen lieben Gruß aus dem verschneiten (jetzt reicht's allmählich) Sandweier<br /> sendet Euch Daniel!<br /> <br /> <br />
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M
<br /> Hi ihr drei!!!<br /> <br /> Das sind ja wieder wunderschöne Bilder echt traumhaft!!!<br /> Bin wieder zu Hause<br /> <br /> Lg<br /> <br /> <br />
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U
<br /> Schade war doch nicht erster.Leider kann man das nicht immer erkennen. Na ja was soll`s.<br /> Uli<br /> <br /> <br />
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U
<br /> Erster!!!!!!!!!!!!!!!!<br /> Vielen Dank für euer Telefonat am Freitag habe mich riesig gefreut und es stimmt am Geburtstag hat mich noch keiner aus Australien angerufen. Unsere Reise war auch wunderschön,wir haben viel<br /> gesehen und viele neue Eindrücke gewonnen,doch ich muß sagen auf der Aida sind die Duschen doch etwas komfortabler stellt euch vor Oma müßte erst mit dem Wägelchen Wasser holen.Ich bewundere euch<br /> schon was ihr so alles erlebt ,immer wollte ich nicht mit euch tauschen, doch so langsam erschüttert euch nicht mehr soviel.Jetzt wünsche ich euch angenehmes Wetter und hoffentlich genügend<br /> Dollar`s für euere nächsten Abenteuer. Tausend bussi Tante Uli u. Theo<br /> <br /> <br />
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