Fraser Island Adventure Tours
Nach unserer Inlandtour ging es weiter die Küste hoch in Richtung Surfers Paradise und Brisbane. Leider stellte sich der berühmt berüchtigte Ort Surfers Paradise nicht als das Surfers heraus, was wir erwartet haben. Viel zu viele Touristen, überfüllte Strände und keine guten Surfbedingungen. Da wir von Surfers etwas enttäuscht waren haben wir in einem Park abseits der Stadt an einem angelegten See geschlafen. Das einzig wirklich schöne an Surfers war ihre lichterüberflutete Skyline bei Nacht. Dazu muss man sagen, dass Surfers aber auch als Partyhochburg gilt und wir keinen Abend dort in der Innenstadt verbracht haben.
Am nächsten Tag sind wir ein paar Kilometer weiter nach Paradais Point gefahren, was schon eher seinem Namen gerecht wurde. Ein schöner Strand mit Steg, und schöne Wohnsiedlungen waren dort eher zu finden. Nach einem Angelabend am Steg ohne größerem Erfolg sind wir weiter nach Brisbane gezogen. In Brisbane angekommen mit unseren zwei Bussen gingen wir erst einmal auf Parkplatzsuche. Was in jedem Reiseführer empfohlen wird, nämlich nicht in die Innenstadt mit dem Auto zu fahren sondern eher außerhalb zu parken, haben wir natürlich nicht eingehalten.20$ für 20Minuten Parken waren uns etwas zu teuer. Jedoch dreist genug haben wir dann einen Parkplatz gefunden und haben unsere Busse einfach nach dem Tanken hinter der Tankstelle mitten in der Innenstadt abgestellt und hofften dass wir die beiden Busse später unversehrt wiederfinden werden. Ehrlich gesagt hatten wir nach der Parkplatzsuche schon genug von Brisbane, dies lag vielleicht aber auch daran, dass wir generell von Großstädten nicht sehr angetan sind. Endlich ein Parkplatz gefunden, gings los in die Innenstadt, denn unser Ziel war ja auch Brisbane zu besichtigen und eventuell eine Tour auf Fraser-Island zu buchen.
Nachdem wir von Reiseagentur zu Reiseagentur gewandert sind, um uns Angebote geben zu lassen, haben wir schlussendlich ein ganz gutes gefunden und eine Fraser-Tour gebucht. Da jedoch nur noch ein 9Sitzer zur Verfügung stand und wir etwas in Zeitnot waren, weil Marco und Melanie am 23.11 nach Neuseeland fliegen, mussten wir diesen nehmen. Der Preis war für uns OK, jedoch hatten wir die Option noch 4 weiter Personen mitzunehmen damit es für uns alle noch etwas billiger wird. Nach dem wir die Adventure- Tour gebucht hatten, starteten wir lustlos eine kleine Sightseeing-Tour durch Brisbane. Doch wir entdeckten die schöne Seite von Brisbane, wie z.B. eine künstlich angelegte Lagune mitten in der Stadt. Auf dem Weg zum Parkplatz hofften wir dass unsere beiden Busse noch unversehrt dastehen und wir auch kein Strafzettel bekommen haben. Wie immer hatten wir Glück und die Busse standen noch da. Da Brisbane sich für uns Camper nicht als gute Übernachtungsmöglichkeit herausstellte, fuhren wir weiter Richtung Noosa und machten Halt in Deception Bay. Den nächsten Morgen verbachten wir im Mc Donalds, um Werbeplakate für unsere beiden Busse zu malen, um weiter Backpacker auf unsere Tour aufmerksam zu machen. Auf dem Weg nach Noosa holten wir unser verpasstes Frühstück an einer Tankstellen nach.
Noosa ist ein kleiner gemütlicher Ort am Meer mit einer durchzogenen Flusslandschaft wie in Venedig. Viele wohlhabende Bürger mit hauseigenem Bootsteg haben sich dort niedergelassen. Nach einem Surf-, Shopping- und Angeltag starteten wir am nächsten Morgen zu siebt unsere Weiterreise nach Hervey Bay. Wir haben in Noosa tatsächlich zwei Backpacker aus Dresden aufgegabelt, die mit uns nach Fraser reisten.
In Hervey Bay fuhr unsere Fähre nach Fraser los. Also deckten wir uns am Abend davor noch mit Instant Noodles für 1$ ein. Beim Abendessen bekamen wir eine SMS von Bea und Alex, die zufällig auch gerade in Hervey Bay waren und trafen uns anschließend mit ihnen. Am nächsten Morgen standen wir um 5.30Uhr auf, um nach der Einweisung in unser neues Fortbewegungsmittel direkt die erste Fähre nach Fraser zu nehmen. Nach einer halbstündigen Überfahrt zur größten Sandinsel der Welt ging das Abenteuer los. Die Einführung in den Geländewagen und in die dortigen Beschaffenheiten waren maßlos untertrieben. Denn schon nach 15 Minuten steckten wir im tiefen Sand fest. Weil uns all die Hilfsmittel der Einweisung wie Räderfreischaufeln und in low-gear schalten nichts brachte, gab uns ein Busfahrer eines Adventure- Busses den entscheidenden Tip. „You have to hammer over it!“ Gesagt getan! Also fuhr Marco etwas rückwärts bis wir wieder etwas festeren Sand unter uns hatten und beschleunigte so schnell er konnte. Wir „hämmerten“ über den Sand und wurden das erste mal richtig durchgeschüttelt. Dabei stießen wir mit den Köpfen an die Decke und die Rucksäcke und Töpfe flogen im Auto wild herum. Nach etwas mehr Erfahrung wussten wir bei nachfolgenden tiefen Sandstrecken was zu tun war und blieben nicht mehr hängen und konnten sogar anderen Geländewagen bei der Weiterfahrt helfen.
Die 15km breite Insel durchquerten wir in ca. einer Stunde und kamen schließlich an der „Autobahn“ der Insel, nämlich dem Oststrand an. Am Strand durfte man bis zu 80km/h schnell fahren. Jedoch steigerten wir das Tempo erst nach und nach. Wir fuhren am Oststrand entlang bis wir den „Parkplatz“ zum Lake-Wabby erreichten. Von dort aus ging es 40 Minuten zu Fuß weiter, bei gefühlten 45°C im Schatten. Wir erreichten den Lake-Wabby über eine rießige Dünenlandschaft und verbrachten dort 1-2 Stunden. Dann ging es wieder zurück zum Auto um weiter in Richtung Eli Creek zu fahren. Als wir dort waren, konnte man 2-3 Minuten am Fluß entlang laufen um sich später wieder mit der Strömung zurück ans Meer treiben zu lassen. Nachdem wir das gemacht hatten, ruhten wir uns in der Sonne aus und mussten anderen Touristen neidisch zuschauen wie sie genüsslich Kaffee, Muffins und Cookies gegessen haben. Beni hat eine der Touristen angesprochen und gefragt ob sie uns Cookies und Muffins abgeben bevor sie diese wegschmeißen. Nach einer Weile warf uns der Busfahrer die Süßigkeiten-Box in Größe eines Wäschekorbes vor die Füße, wie bei einer Raubtierfütterung. Doch das war uns egal und wir stürzten uns auf die Leckereien.
Die Nacht haben wir unter Sternenhimmel am Strand zu fünft im Auto verbracht. Am nächsten Morgen sind wir zum berühmten Maheno- Wreck gefahren. Anschließend gings zum letzten geplanten Highlight, dem Lake McKenzie. Auf dem Weg dorthin fuhren wir auf der „Autobahn“ das erste mal die erlaubten 80km/h. Jedoch wurden wir sofort von der Fraser-Polizei gestoppt und zum Alkoholtest aufgefordert. 0,0 war das ResultatJ und weiter gings, jedoch nicht sofort. Der Polizist drehte sich im letzten Moment noch einmal um und bemerkte dass wir in der zweiten reihe zu viert saßen, was für uns bequemer war, da in der ersten Reihe nur ein kleiner Notsitz vorhanden war. Nachdem er sich nicht sicher war ob es legal ist sich mit einem Gurt zu zweit anzuschnallenJ, verteilten wir uns wieder und alles war okJ. Die Weiterfahrt durchs Land gestaltete sich als sehr schwierig, wurde aber durch den traumhaften Lake McKenzie belohnt. Weißer Sandstrand, türkisfarbiges Wasser und eine kleine Palmeninsel erwarteten uns. Nach zwei wunderschönen Stunden machten wir uns auf den Heimweg.
Seit heute sind wir wieder alleine unterwegs jedoch noch ohne genauen Plan.
Wir danken ihnen für eure Aufmerksamkeit und hoffen sie hatten etwas Spaß mit ihrer Reisegesellschaft Fraser Island Adventure- Tours. Bis zum nächsten Mal.
Bilder der Reiße finden sie im Fotoalbum: „hammer over it“
Liebe Grüße aus Hervey Bay